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Die Preisgestaltung von Kunstschaffenden

 

Immer mal wieder werden wir angefragt, wieviel für ein Schmuckstück verlangt werden kann. Es ist ein freier Markt und so können wir höchstens unsere Überlegungen mit dir teilen:

 

Notiere beim Erschaffen deiner Unikate die Zeit, die du investierst. Denke daran, dass dazu auch das Rundherum gehört: Der Einkauf, die Wahl von Materialien, das Zusammenstellen von Farben, der Design-Entwurf, das Anfertigen, das Fotografieren, das Werben ... bis hin zum Verkauf und der Buchhaltung, usw.

 

Deine kreative Begabung mag dir in die Wiege gelegt sein. Dennoch hast du viel Zeit in das Erlernen deiner Techniken investiert - und bildest dich vermutlich laufend weiter, indem du Bücher studierst, Videos schaust oder Kurse/Workshops besuchst.

 

Deine ausserordentlichen und einzigartigen Werke haben einen Wert. Warum sollte dein Stundenlohn unter dem deiner (meisten) Kundschaft liegen? Jeder Kunstschaffende steuert diese Preisgebung - sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne. Denke darüber nach, dass viele hier in der Schweiz damit ihren Lebensunterhalt verdienen und deine Preise ihnen gegenüber fair sein sollten.

 

Wenn sich deine Kundschaft durch deine Schmuckstücke angesprochen fühlt, dann spielt der Preis nur eine zweitrangige Rolle. Dir aber bedeutet es Wertschätzung und ein Einkommen. In der Regel anerkennt deine Kundschaft ein liebevoll handgefertigtes Einzelstück und versteht dessen Wert.

 

Maschinell hergestellter Schmuck wird oft zu höheren Preisen verkauft als handgefertigte Unikate. Das stimmt nachdenklich.

 

So, ich hoffe du kannst unsere Gedanken nachvollziehen und es hilft dir ein wenig dabei, dich richtig im schönen Schmuck-Markt einzuordnen! :-)

 

Herzlichst dein

PERLENgold-Team